Die Geschichte der elektronischen Musik

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts dachte und diskutierte man über die Musik und wie sie im Laufe des 20. Jahrhunderts aussehen sollte. Man war sich sicher, dass der Schwerpunkt der Musik des 20. Jahrhunderts auf elektronischer Musik liegen würde. Verbreitet war damals schon der Orchesterklang, der von vielen Kulturanhängern als zu schmal empfunden wurde. Damals wurden die Grenzen der klassischen Musik gesprengt. Es wurden als erstes Instrumente entwickelt, die den Klang eines Orchesters auffingen und bündelten. Hier ging es einmal um das Theremin und das Trautonium, die eine ähnliche Wirkungsweise hatten und Töne aus dem Raum bündelten und über Lautsprecher wieder ausgaben. Mit Hilfe dieser Instrumente konnte man Klang- und Bildeindrücke erschaffen und einem Publikum vorspielen. Ein Stück für das Trautonium hieß „Imaginary Landscapes“, „Phantasielandschaften“. Dafür wurden auch Plattenspieler eingesetzt, die in unterschiedlichen Ton- und Frequenzhöhen Stimmen abspielen konnten. Mit Hilfe eines Magnetbandes konnten Stücke aufgezeichnet und später zusammengeschnitten werden.

Die elektronische Musik wurde im 18. Jahrhundert erfunden, richtig Aufwind bekommen hat sie aber um 1930, in der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise und vor dem zweiten Weltkrieg. Die ersten Instrumente wurden entwickelt, mit denen sich komplexe Klangarrangements zusammensetzen ließen. Diese ersten Klangmaschinen wurden für Theater und Film verwendet.

Die Hochphase der elektronischen Musik war in den 1960er Jahren. Das war zum einen, weil sich die Wissenschaft der Musik erweiterte, zum anderen, weil die Synthesizer-Technologie auf den Markt kam. Das schürte die Kreativität unabhängiger Musiker. Die Lust an der Arbeit mit neuen Instrumenten und Sounds wuchs.